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Aufgabenstellung
Die Aufgabenstellung bildete die innere Organisation und Optimierung einer noch nicht errichteten Wohnung einer in Bau befindlichen Wohnanlage. Die äußere Erscheinung des Gebäudes durfte nicht verändert werden.
Der ursprüngliche Wohnungsgrundriss war zu einem hohen Grad ausgenutzt und lies daher wenig Spielraum für Adaptionen und Veränderungen. Ein wesentliches Merkmal dabei bildete eine relativ klare Trennung in 3 Bereiche, in den Schlafbereich, einen Wohn- und Aufenthaltsbereich und einen dazwischen liegenden Nebenraumbereich.
Entwurf
Das Herausarbeiten dieser Pufferzone zwischen Wohn- und Schlafbereich bildet die Grundlage des Ansatzes. Diese Nebenraumzone wird auf ein vertikal stehendes , nicht bis zur Decke reichendes Band reduziert, das sowohl den Raumabschluss zwischen den funktionellen Bereichen (Wohnen/Schlafen) bildet und auch aus sich selbst heraus Raumbildend wirkt. Vom Startpunkt (Garderobe neben dem Wohnungseingang) bis zum End- und Höhepunkt (Überleitung in den Wohnraum, Bildung des Küchentresens, zeigen in die Ferne der Aussicht) leitet das stehende Band den Nutzer entlang seines Weges.
Das Kippen des Bandes aus der Vertikalen ermöglicht es, mit der Raumwirkung zu variieren. Das Zusammenspiel aus Neigungsvariationen mit dem prinzipiellen Verzicht auf Eckenausbildungen verschafft uns die Möglichkeit, die Raumabfolge und das Abschreiten der Wege durch ebendiese dynamisch zu gestalten. Gleich einem Sog ohne Ruck erfährt der Nutzer ein Gefühl des Durchgleitens. Das Wandband lässt sich am Beginn (Eingang/ Garderobe) als statisch bezeichnen, was soviel heißt, es bildet aus sich heraus einen selbstständigen, introvertierten Raum. Im weiteren Verlauf verwandelt sich das Band in ein dynamisches.
Es schafft und prägt auf jeder seiner Seiten Räume, wirkt sich auf extrovertierte Weise auf die Raumqualität jedes Punktes der Wohnung aus und ermöglicht durch seine Geschmeidigkeit ein übergangsloses Ineinandergleiten der Räume. Letztendlich löst sich das Band in Richtung (Un)endlichkeit auf und weist gleichzeitig auf den ursprünglichen Sinn als Auslöser für die Errichtung der gesamten Wohnanlage hin (Ausblick/See).
Das Band schafft und bildet diese neuausformulierte Nebenraumzone und erhöht das Raumerleben um die Qualität der Dualität des Trennens und Verbindens.
Konstruktion:
- durchgefärbte Holzfaserplatte beidseitig auf Holzständerkonstruktion
- 20cm Rundungsradius
- Oberlicht Glas
Fertigstellung: 2002
Planung: ogris + wanek architekten
Fotos: Ferdinand Neumüller
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Nature of Task
The nature of the task was the inner organization and the optimization of a dwelling – not yet built - in a housing development under construction. The outward appearance of the building was not to be changed.
The original ground plan of the dwelling had been used to a high extent and therefore there was small scope for adaptions or changes. An essential feature was a relatively clear separation into three areas – sleeping, living and relaxing and adjoining rooms in between.
Draft
The development of this buffer-zone between living- and sleeping-space formed the base of the approach. The adjoining-room-zone is reduced to a vertical standing ribbon which does not reach the ceiling, but it has the effect of completing the space between functional areas (living/ sleeping) and creates space by itself.
From the starting-point (clothes cupboard next to the entrance) to the end and the highlight (transition into the living room, forming of the kitchen bar, pointing at the distance of view) the standing ribbon leads the user along his way. Tipping the ribbon from the vertical opens the possibility of varying the space.
The interplay of inclination variants with the principal renunciation of corners provides the way for designing dynamically the room sequence and pacing the ways.
Like a suction without a jerk the user experiences the feeling of sliding through.
The wall ribbon can be described static in the beginning, which means that it forms an independent, introverted room by itself. Later it turns into a dynamic ribbon.
It creates and shapes rooms on both sides, effects in an extroverted way on room quality of each point in this dwelling and offers the possibility that rooms glide into each other smoothly.
At last the ribbon dissolves into the direction of (In)finity and at the same time indicates the original sense of building the housing development (view/ lake). The ribbon creates and forms this newly defined adjoining room zone and increases the experience of room by the quality of this duality between separating and connecting.
Construction:
- coloured, on both sides on wooden stand construction
- 20 cm curve radius
- overhead light glass


